Stellungnahme und Erklärung zum Thema FanHaus am Spieltag

Das Fanprojekt ist eine gemeinnützige Jugendhilfe Einrichtung, das wirft z.B. Fragen auf, was wir, insbesondere am Spieltag, im FanHaus anbieten dürfen.

Die Erwartungen von Fans, ob jung ob alt, sind uns dabei völlig klar.

Ein Fanprojekt und insbesondere ein FanHaus auf dem Stadiongelände, ist keine Einrichtung, die mit anderen Einrichtungen vergleichbar ist, sondern sehr speziell.
Das erklärt sich durch die extrem höheren Besucherzahlen am Spieltag im Vergleich z.B. zu einem Jugendzentrum und durch die Tatsache, dass es hier vor allem am Spieltag nicht möglich ist, ausschließlich Jugendarbeit zu betreiben und durch den Anspruch der Besucher, hier auch Bier zu konsumieren. Grundsätzlich sind wir nach unserer Auffassung ohnehin für alle da, alles andere macht keinen Sinn. Nur der Schwerpunkt liegt auf der Jugend.

Wir sind kein gastronomischer Betrieb und haben keine Schank-Lizenz. Außerdem sind wir als Pädagogen eingestellt und nicht als Gastronomen. Es ist zu klären, wer, unter welchen Bedingungen, was im Fanhaus anbieten darf, unter den Aspekten der Jugendhilfe und des Ordnungsamtes (Lebensmittelhygiene).
Darüber hinaus sind steuerrechtliche, arbeitsrechtliche und auch nutzungsrechtliche Fragen zu klären hinsichtlich unseres Nutzungsvertrages.

Da unser Gelände attraktiv ist, stellen wir natürlich unter bestimmten Umständen auch einen Mitbewerber für die kommerziellen Anbieter auf dem Stadiongelände dar.
Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung und haben bisher sozialverträgliche Preise für unseren Spieltagsbrunch angeboten. Dies führt nicht nur zu Wettbewerbsverzerrung, sondern auch dazu, dass das Verhältnis von Kosten und Einnahmen, zumindest ohne Bierverkauf, sogar negativ ist. Andererseits steht im Raum, dass wir bei zu viel Einnahmen durch Bierverkauf unsere Gemeinnützigkeit gefährden, bzw. umsatzsteuerpflichtig werden.

All diese Fragen sind aufgekommen, nachdem wir zu unserem Jubiläum Bier und Live Musik im FanHaus an den Spieltagen angeboten haben, dabei eine positive Entwicklung im Sinne unserer Ziele und Aufgaben festgestellt haben und dies in Zukunft gerne weiter so gehandhabt hätten.
Wir sehen hingegen keinen Sinn darin, den ganzen Spieltag über Menschen mit Bierflaschen in der Hand aus dem Haus zu verweisen, es nimmt nämlich kein Ende.
Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt unserer tatsächlichen Arbeit inzwischen bei Instandhaltung, Reinigung und Beschaffung, was nicht im Sinne des Erfinders ist, und nicht den Aufgaben entspricht, für die wir bezahlt werden. Dies ist allgemein der Entwicklung der Nutzung des FanHauses geschuldet, die an sich ja sehr positiv ist.

Da viele Personen und Institutionen hier nicht nur eine Meinung, sondern auch berechtigte Interessen haben und inzwischen sowohl Polizei als auch Ordnungsamt mit dieser Thematik befasst sind, müssen wir uns jetzt absichern und all diese Dinge klären. Ansonsten lastet die gesamte Verantwortung und Arbeit auf den Schultern von 2,5 Mitarbeitern.
Solange die offenen Fragen nicht geklärt sind, bleibt das FanHaus an den Spieltagen geschlossen.

Wir sind EINTRACHT

Euer Fanprojekt

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